19.

GESANDT WIE JESUS

RÜCKBLICK
  1. Was hast du diese Woche mit Gott erlebt?
  2. Konntest du in den letzten Tagen jemandem, der Jesus noch nicht persönlich kennt und dir nahe steht, von einem Erlebnis mit Gott er-zählen, praktisch helfen oder für jemanden beten?
  3. Brauchst du in einem Bereich deines Lebens die Hilfe von Gott?

▶ Gemeinsam beten: Danken für Erlebnisse, um Gottes Hilfe bitten.

▶ Gemeinsam beten, dass ihr heute neue Aspekte von Gott kennen lernen dürft und eure Freundschaft zu Gott stärker und tiefer wird.

BIBELSTUDIUM


  1. Alle lesen den Text leise für sich.
  2. Jemand liest den Text laut vor, die anderen schliessen ihre Bibeln.
  3. Jemand erzählt den Text in eigenen Worten nach (bei geschlossenen Bibeln).
  4. Die anderen ergänzen bei Bedarf (bei geschlossenen Bibeln).

Markus 3, 13-19

13Jesus stieg auf einen Berg und rief die zu sich, die er bei sich haben wollte. Sie traten zu ihm,  14 und er bestimmte zwölf, die er Apostel nannte. Sie sollten ständig bei ihm sein, und er wollte sie aussenden, damit sie seine Botschaft verkündeten15und in seiner Vollmacht die Dämonen austrieben.

16Die Zwölf, die er bestimmte, waren:

Simon, dem er den Namen Petrus gab,
17Jakobus, der Sohn des Zebedäus,
Johannes, der Bruder des Jakobus – diese beiden nannte er Boanerges (das bedeutet »Donnersöhne«) –,
 18 Andreas,
Philippus,
Bartholomäus,
Matthäus,
Thomas,
Jakobus, der Sohn des Alphäus,
Thaddäus,
Simon, der Zelot,
19und Judas Iskariot, der Jesus verriet.

Jeder liest den Text für sich



  1. Allgemeine Fragen:
  2. Text anwenden: Wo spricht Gott durch den Text zu dir persönlich?


SPEZIFISCHE FRAGEN UND PRAXIS
  1. Für was berief Jesus diese 12 Jünger? Zählt die einzelnen Aspekte auf.
  2. Jesus nachfolgen bedeutet zuallererst, eine Lebensgemeinschaft mit ihm einzugehen. Bist du nahe an Jesus dran bzw. müsstest du Jesus wieder neu an dein Herz heranlassen? Steht etwas dazwischen, das du Jesus bekennen solltest? (Jeder für sich).
  3. Jesus hat sein Leben nicht in jeden investiert. Er beeinflusste zwar auch die Massen und hatte noch viele andere Jünger (Lukas 6,17), aber die meiste Zeit investierte er bewusst in nur 12 Menschen, die er zu Jüngern machte, die er seine Freunde nannte, denen er sein Herz mitteilte, die „den Vater kennen“. Denn er wusste, um diese Welt zu verändern, braucht es ein paar wenige Menschen, die ihm 100 % hingegeben sind und sich senden lassen. Bist du ihm 100 % hingegeben und bereit, für ihn als Gesandter loszugehen?
  4. Was ist unser Mandat als Gesandte (siehe auch Johannes 17,18)?

▶ Betet miteinander und stellt euch Gott als Gesandte in eurem Studi-um zur Verfügung.

▶ Bittet Gott, euch ganz mit seinem Heiligen Geist zu erfüllen (prakti-sche Schritte dazu findet ihr im Kapitel „Erfüllt“).

KOMMENTAR ZUM BIBELTEXT

Während seines irdischen Kommens konzentrierte sich Jesus auf 12 jüdische Männer. Doch nach seiner Auferstehung sandte Jesus seine Jünger aus, damit sie nun Menschen aller Nationen in eine Lebensge-meinschaft mit Jesus führen und sie lehren, ebenfalls als Gesandte in dieser Welt unterwegs zu sein.

Ein Gesandter musste zu früheren Zeiten kein Adeliger sein, es konnte auch ein Diener oder Sklave sein. Seine „natürliche“ Position spiel-te nämlich keine Rolle, denn die Empfänger sahen in ihm nicht den Diener oder Sklaven sondern den König selbst. Der Gesandte war im Auftrag des Königs in irgendeiner Sache unterwegs. Beispielsweise ver-kündigte er Erlasse des Königs, verhandelte mit anderen Parteien und schloss Verträge ab. Bei all dem sprach er die Worte des Königs aus und handelte so, wie wenn der König selbst handeln würde. Was ein Gesandter sagte oder tat, war rechtsgültig. Gesandte hatten darum das Siegel des Königs, um Verträge abzuschliessen.

Genauso beruft Jesus heute alle als Gesandte, die eine Lebensge-meinschaft mit ihm eingegangen sind. Jesus ist unser König und wir sind seine Gesandten, ausgestattet mit aller Autorität des Königs. Der Heilige Geist ist unser Siegel. Er verleiht uns die geistliche Autorität von Jesus und macht der unsichtbaren Welt klar, dass wir im Auftrag und der Autorität von König Jesus handeln. Das bedeutet: Sobald wir in Übereinstimmung mit ihm reden oder handeln, hat das dieselben Auswirkungen, wie wenn es Jesus selbst sagen oder tun würde!

„Es ist an der Zeit, übernatürlich zu leben und zu denken und so mächtige Werke für den Herrn zu erbringen. Es gibt keine Grenze da-für, was Gott durch die Kraft des Heiligen Geistes durch uns erreichen kann.“ (Bill Bright)