5.

Ein neuer Bund

AUSTAUSCHEN
  1. Was hast du diese Woche mit Gott erlebt?
  2. Wofür bist du dankbar?
  3. Wo brauchst du Gottes Hilfe?
  4. Wie kann dir praktisch geholfen werden?
  5. Betet für einander
RÜCKBLICK
  1. Was hast du seit dem letzten Treffen vom Gelernten umgesetzt?
  2. Wie geht es den Menschen, welche dir besonders am Herzen liegen? Was würde ihnen am meisten helfen?
  3. Wem konntest du von einem Gotteserlebnis erzählen? Mit wem konntest du beten?
  4. Betet für diese Leute
LESEN
  1. Der Text wird zweimal laut vorgelesen
  2. Jemand erzählt in eigenen Worten den Text nach, mit Unterstützung der Gruppe.
  3. Würde etwas weggelassen oder ergänzt?

Jeremia 31, 31-34

31»So spricht der Herr: Es kommt die Zeit, in der ich mit dem Volk Israel und dem Volk von Juda einen neuen Bund schließe.32Er ist nicht mit dem zu vergleichen, den ich damals mit ihren Vorfahren schloss, als ich sie bei der Hand nahm und aus Ägypten befreite. Diesen Bund haben sie gebrochen, obwohl ich doch ihr Herr war!

33Der neue Bund, den ich dann mit dem Volk Israel schließe, wird ganz anders aussehen: Ich schreibe mein Gesetz in ihr Herz, es soll ihr ganzes Denken und Handeln bestimmen. Ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein. 34 Niemand muss dann den anderen noch belehren, keiner braucht seinem Bruder mehr zu sagen: ›Erkenne doch den Herrn!‹ Denn alle – vom Kleinsten bis zum Größten – werden erkennen, wer ich bin. Ich vergebe ihnen ihre Schuld und denke nicht mehr an ihre Sünden. Mein Wort gilt!


Jeder liest den Text für sich

Jesaja 59, 1-2

1Ihr meint wohl, der Herr sei zu schwach, um euch zu helfen, und dazu noch taub, so dass er eure Hilferufe gar nicht hört. O nein! 2 Eure Schuld – sie steht wie eine Mauer zwischen euch und eurem Gott! Eure Sünden verdecken ihn, darum hört er euch nicht.


Jeder liest den Text für sich

ENTDECKEN
  1. Ist dir im Text etwas Besonderes aufgefallen?
  2. Was gefällt dir und was stört dich an diesem Text?
  3. Was kannst du in diesem Text über Gott und über die Menschen lernen?
ANWENDEN
  1. Frage Gott, wie du auf diesen Text reagieren sollst. Braucht es:
    • eine Veränderung des Verhaltens?
    • ein Versprechen, das zu machen und zu erfüllen ist?
    • ein Beispiel, dem es zu folgen gilt?
    • ein Gebot, dem es zu gehorchen gilt?
  2. Teile deine Erkenntnis mit der Gruppe
Notizen

Seien wir mal ehrlich: Kannst du die 10 Gebote halten oder ist dir klar, dass du diese immer wieder übertrittst? Durch diese Regeln kann das Böse zwar bekämpft, nicht aber ausgerottet werden. Es bleibt eine Tatsache, dass wir Menschen vom Bösen geprägt sind und dass wir das nicht aus eigener Kraft ändern können.

Deshalb redet Gott von einer Zeit, in welcher wir auf eine neue Art leben werden. Doch dazu müssen sich ein paar Dinge ändern.

  1. Als wir Menschen uns für die Schlange und gegen Gott entschieden hatten, mussten wir den Garten und damit die nahe Gemeinschaft mit Gott verlassen. Wir haben gegen Gott gesündigt und können das nicht rück¬gängig machen. Doch weil Gott uns Menschen so sehr liebt, kündigt er an, dass er uns unse¬re Sünden vergeben wird. Das ist die wichtigste Voraussetzung, damit wir, ähnlich wie die ersten Menschen, Gemeinschaft mit Gott haben können.
  2. Gott muss unser menschliches Herz so verwandeln, dass es nicht mehr vom Bösen geprägt ist und wir damit wieder frei zwischen Gott und der Schlange (dem Bösen) wählen können. Wenn wir uns für Gott und damit für das Gute entscheiden, werden Gottes Regeln wieder für uns gelten. Wenn wir uns für die Schlange entscheiden, werden wir wieder vom Bösen geprägt werden. Doch damit wir diese Entscheidung überhaupt treffen können, müssen wir zuerst Gott erkennen (kennen lernen). So redet Gott von einer Zeit, in welcher alle ihn persönlich erkennen werden können. Und wenn wir so mit Gott Gemeinschaft haben, müssen wir nicht mehr irgendwelchen Regeln eines Buches folgen, sondern Gott wird seine Regeln direkt in unser Herz schreiben, so dass sie ein fester Teil von uns werden.
  3. Dann werden wir zu seinem Volk gehören und er wird unser Gott sein. Dann wird vieles wieder so sein, wie Gott es ursprünglich für uns gedacht hat.